Grünes Licht für HH-WIN: Wichtiger Meilenstein für Hamburgs Wasserstoff-Anbindung erreicht
-
Ver- und Entsorgung
Hamburg, 28. Oktober 2025 – Der Aufbau der grünen Energieinfrastruktur in der Hansestadt nimmt weiter Fahrt auf. Die Hamburger Energienetze haben gemeinsam mit der Genehmigungsbehörde BUKEA das Planfeststellungsverfahren für den rund 13 Kilometer langen Süd-Abschnitt des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz-Projekts (kurz: WIN) innerhalb von nur einem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Dieser Abschnitt ist essenziell, da er den Standort Moorburg – das Herzstück des künftigen Hamburg Green Hydrogen Hubs – über eine Hochdruckleitung mit dem entstehenden norddeutschen Wasserstoff-Cluster verbindet.
Effiziente Nutzung bestehender Infrastruktur
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie nachhaltiger Infrastrukturumbau funktioniert: Von den 13 Kilometern Leitungstrasse werden 7,5 Kilometer durch die Umwidmung einer bestehenden Erdgasleitung realisiert, lediglich vier Kilometer müssen auf Hamburger Gebiet neu gebaut werden. Dies schonte im Genehmigungsverfahren nicht nur Zeit, sondern durch eine Planänderung auch die Waldgebiete im Staatsforst Haake. Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, lobte die zügige und fachlich fundierte Zusammenarbeit mit der Behörde als Grundlage für diesen Erfolg.
Leistungsstarkes Rückgrat für die Industrie
Mit einem Durchmesser von einem halben Meter und einem Betriebsdruck von bis zu 70 bar ist die neue Leitung eine leistungsfähige Ader für die Hamburger Wirtschaft. Sie kann pro Stunde über eine Million Kubikmeter Wasserstoff transportieren. Senatorin Katharina Fegebank unterstreicht die strategische Dimension: „Mit dem Anschluss an das überregionale Kernnetz kann Hamburg ab 2027 nicht nur importierten Wasserstoff weiterleiten, sondern auch die eigene Versorgung diversifizieren und neue Möglichkeiten für eine klimaneutrale Industrie schaffen.“
Massive CO2-Einsparung als Ziel
Der Ausbau des HH-WIN ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der Hamburger Klimaziele. Mit dem geplanten Anwachsen des Netzes auf 60 Kilometer bis zum Jahr 2031 prognostizieren die Planer eine CO2-Reduktion von rund 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr. Die HGV unterstützt ihre Tochtergesellschaften dabei, diese Transformationsprojekte finanzstark und effizient umzusetzen, um den Standort Hamburg zukunftsfest und klimaneutral aufzustellen.
Zur Beteiligung