Meilenstein im Energiepark Hafen: Deutschlands größte Abwasser-Wärmepumpe nimmt Gestalt an

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7. Juli 2025

Hamburg, 07. Juli 2025 – Der Bau der neuen 60-Megawatt-Großwärmepumpe am Hamburger Klärwerk macht sichtbare Fortschritte. Davon überzeugte sich am heutigen Montag Umweltsenatorin Katharina Fegebank vor Ort. Das Projekt ist ein Paradebeispiel für die synergetische Zusammenarbeit im städtischen Konzernverbund: HAMBURG WASSER stellt die Infrastruktur und die Ressource Abwasser zur Verfügung, während die Hamburger Energiewerke die Anlage mit einem Investitionsvolumen von gut 60 Millionen Euro finanzieren und die Wärme in das städtische Netz integrieren.
 

Effiziente Ressourcennutzung im Konzernverbund 

Die Anlage nutzt das gereinigte Abwasser, das ganzjährig eine Temperatur von mindestens 12 Grad aufweist, als effiziente Energiequelle. Vier leistungsstarke Wärmepumpen heben dieses Temperaturniveau auf 95 Grad Celsius an, bevor es in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Durch die direkte Nachbarschaft zum neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) im Energiepark Hafen können Speicher- und Netzinfrastrukturen gemeinsam genutzt werden. „Das Projekt zeigt, wie gewinnbringend die öffentlichen Unternehmen unserer Stadt zusammenarbeiten“, betonte Senatorin Fegebank beim Ortstermin.

Schlüsselprojekt für den Kohleausstieg 

Die Großwärmepumpe ist ein zentraler Baustein des „Energiepark Hafen“, der das alte Kohlekraftwerk Wedel ersetzen wird. Sie trägt maßgeblich dazu bei, den Kohleausstieg bis spätestens 2030 zu realisieren. Durch die intelligente Sektorenkopplung von Wasserwirtschaft und Energieversorgung werden künftig bis zu 90.000 Tonnen CO₂ jährlich eingespart. Dies unterstützt das übergeordnete Ziel der HGV, ihre Beteiligungsunternehmen auf dem Pfad zur Klimaneutralität zukunftsfest aufzustellen.
 

Betriebsstart für 2026 geplant 

Die Arbeitsteilung der Partner ist klar geregelt: HAMBURG WASSER verantwortet Planung, Bau und den technischen Betrieb der Anlage, während die Hamburger Energiewerke die kaufmännische Steuerung und die Wärmeverteilung übernehmen. Nach der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2026 wird die Anlage eine Wärmeleistung liefern, die rechnerisch dem Bedarf von einer mittleren Kleinstadt entspricht.


Zu den Beteiligungen

hamburgwasser.de
hamburger-energiewerke.de