Startschuss für die Wasserstoff-Zukunft: Grundsteinlegung für 100-MW-Elektrolyseur in Moorburg

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1. Dezember 2025

Hamburg, 01. Dezember 2025 – Ein historischer Moment für die Hamburger Energiewende: Mit der feierlichen Grundsteinlegung am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg startete heute die Hochbauphase für den Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH). Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sowie die Senatorinnen Katharina Fegebank und Dr. Melanie Leonhard versenkten gemeinsam mit den Vertretern der Projektpartner eine Zeitkapsel im Fundament. Das Projekt markiert die erfolgreiche Transformation einer HGV-Fläche vom fossilen Altstandort zum Herzstück der neuen Wasserstoffwirtschaft.
 

Starkes Konsortium für die Dekarbonisierung 

Realisiert wird die Großanlage durch ein Joint Venture aus dem Asset Manager Luxcara (74,9 Prozent) und den Hamburger Energiewerken (25,1 Prozent). Der Elektrolyseur wird als IPCEI-Projekt (Important Project of Common European Interest) von Bund und Land gefördert. Nach der geplanten kommerziellen Inbetriebnahme im Jahr 2027 soll die Anlage jährlich rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Damit leistet das städtische Beteiligungsunternehmen einen entscheidenden Beitrag, um Industrie- und Logistikprozesse im Hafen klimaneutral zu gestalten. 

Baufortschritt und Technologie

Nachdem im Oktober 2023 der Rückbau des alten Kraftwerks begann und das Baufeld im Sommer 2024 vorbereitet wurde, starten nun die Hochbauarbeiten. Bis Mitte 2026 soll das Gebäude für den Elektrolyseur und die Kompressoren fertiggestellt sein, anschließend erfolgt die Installation der technischen Herzstücke („Stacks“). Die Anlage basiert auf der modernen Proton Exchange Membrane (PEM)-Technologie. Diese eignet sich durch ihre flexible Fahrweise besonders gut für den Betrieb mit fluktuierenden erneuerbaren Energien und garantiert eine effiziente Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.
 

Vernetzung der Infrastruktur 

Der produzierte grüne Wasserstoff wird künftig über das parallel entstehende Verteilnetz HH-WIN sowie eine geplante Trailer-Verladestation zu den Abnehmern gelangen. Durch die enge Verzahnung von Produktion (HGHH) und Netz (Hamburger Energienetze) bildet die HGV im Konzernverbund die gesamte Wertschöpfungskette ab, um Hamburg als führenden Wasserstoffstandort in Europa zu etablieren.


Zur Beteiligung

hamburger-energiewerke.de